Nordkorea auf dem Weg zur schleichenden Normalisierung?


In den Nürnberger Nachrichten fand sich Anfang des Monats ein ausführlicher Artikel über Nordkorea. Ein Thema, dass mich auch wegen meiner Webseite www.kaesong.de interessiert. Wie auch immer es dazu gekommen ist. Was da in der Zeitung zu lesen ist, klingt mehr als strange. Frauen dürfen nicht Fahrrad fahren. Die einzigen Farbtupfer im Straßenbild sind Propaganda-Bilder.
Dennoch sehen Beobachter homöopathische Veränderungen im vermutlich abgeschottesten Land der Welt.
Die sichtbarste Veränderung dabei soll die Verkleidung der Fassade einer der größten unfertigen Baustellen der Welt sein. Der ägyptische Telekom-Konzern Oracsom hat die Fassade des „Ryugyong-Hotels“ hübsch gemacht und darf nun das Mobilfunknetz des Landes ausbauen. Eine halbe Millionen Handys sollen in der Volksrepublik in den letzten drei Jahren verkauft worden sein.
Entwicklungshelfer berichten, dass inzwischen viele Restaurants existieren, wo man mit Dollar und auch mit Euros bezahlen kann. Auch deutsche Luxuskarossen werden trotz Exportembargos gesichtet.
Von den genannten kleinen Veränderungen dürften aber vermutlich eher ausländische Unternehmer und Diplomaten profitieren und noch nicht die breite Masse, denn selbst 500.000 Handys sind bei über 24.000.000 Einwohner sicher noch kein Massenphänomen.

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