Die Grünen sind auch nur Spießer wie alle anderen auch


Im Spiegel war in der letzten Woche ein interessanter Artikel über die Grünen aus Thüringen (glaube ich war es). Dort ist diese Spezies offenbar im Franzosenviertel überproportional anzutreffen. Der Artikel war wirklich lesenswert, weil dort über die arrivierte Kaste einer oberen Mittelschicht mit einer bewundernswerten ironischen Distanz berichtet wird. Da werden Mediatoren eingeschaltet, die bei der Entscheidung helfen, ob Kinder im Viertel Fußballspiel dürfen oder nicht. Der grandiose Kompromiss der gefunden wurde, lautete dann in etwas so. Ja es darf Fußball gespielt werden, aber nicht in der Mittagspause und es werden Hecken um das Spielfeld gepflanzt und es darf aber nur mit Schaumstoffbällen gekickt werden. So sieht die Nachwuchsförderung bei den Grünen aus, wenn diese dem Alter der Grünen Jugend entwachsen sind und am Wochenende ihr hart verdientes Geld im schicken Eigenheim genießen Wollen. Da ist dann schnell die revolutionäre Vergangenheit vergessen, als Joschka Fischer mit seinen Turnschuhen (heute tragen die auch keine Sneakers mehr!) im hessischen Landtag auftauchte. Viele Grüne sind halt Gott sei Dank so wie ich: Habe ich die Wahl zwischen einem Teller Spaghetti und der Revolution, werde ich mich immer für die Spaghette entscheiden. Früher war das bei den Grünen mal anders, aber dafür braucht heute vor diesen bürgerlichen Spießern auch keiner mehr Angst zu haben. Ob diese Feststellung den durchschnittlichen Unternehmer in Baden-Württemberg wohl beruhigen wird? Ich glaube kaum. Noch nicht.

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